Mediation im Unternehmen: Wie Sie innerbetriebliche Konflikte lösen

„Ich kann nicht mehr. Entweder er geht – oder ich.“

Wenn Sie als Personaler oder Geschäftsführerin solche Sätze hören, ist der Konflikt meist schon weit gekommen. Gespräche haben nichts gebracht, die Fronten sind verhärtet. Jetzt hilft eine innerbetriebliche Mediation. Hier lesen Sie, was dahintersteckt, wie eine Mediation im Unternehmen abläuft und was Personaler häufig dazu fragen.

Woran Sie erkennen, dass ein Konflikt am Arbeitsplatz festgefahren ist, lesen Sie im ersten Teil: Konflikte am Arbeitsplatz: Was Sie tun können, wenn Kollegen Streit haben.

 

Was ist innerbetriebliche Mediation?

Bei einer innerbetrieblichen Mediation klären Beschäftigte ihren Konflikt mit Unterstützung einer Mediatorin. Die Mediatorin entscheidet nichts und urteilt nicht. Sie leitet das Gespräch so, dass die Beteiligten sich endlich wieder zuhören – und selbst eine Lösung finden.

Mediation am Arbeitsplatz: vertraulich, allparteilich, freiwillig

Drei Grundsätze machen Mediation wirksam:

  • Vertraulich: Was in der Mediation gesagt wird, bleibt in der Mediation.
  • Allparteilich: Die Mediatorin steht nicht auf einer Seite, sondern auf allen. Jede und jeder bekommt gleich viel Raum.
  • Freiwillig: Niemand wird zu einer Einigung gezwungen. Gerade deshalb halten die Ergebnisse.

So entsteht ein geschützter Rahmen, in dem Menschen endlich aussprechen, was sie lange heruntergeschluckt haben.

Interne oder externe Mediatorin – wer kann den Konflikt besser klären?

Manche Unternehmen bilden eigene Beschäftigte zu Mediatoren aus. Bei kleineren Reibereien kann das gut funktionieren. Bei festgefahrenen Konflikten stößt es aber schnell an Grenzen: Interne Mediatoren kennen die Beteiligten, haben selbst Kollegen, Vorgesetzte und eigene Interessen im Haus. Die Beteiligten fragen sich dann: „Kann ich der wirklich alles sagen?“

Eine externe Mediatorin hat keine Vorgeschichte in Ihrem Unternehmen. Sie hängt von niemandem ab und muss niemandem gefallen. Das macht es den Beteiligten leichter, offen zu reden.

So läuft eine Mediation im Unternehmen ab

Ich halte den Prozess so einfach wie möglich.

Klärungsgespräch: Den Konflikt verstehen

Zuerst sprechen wir beide miteinander. Sie erzählen mir, was los ist: Wer ist beteiligt? Was ist passiert? Was haben Sie schon versucht? Danach wissen wir, ob eine Mediation passt und wie wir vorgehen.

Gemeinsame Termine im geschützten Rahmen: Endlich alles aussprechen

Dann bringe ich alle Beteiligten in wenigen kompakten Workshop-Terminen zusammen. Hier darf jede Seite sagen, was sie bewegt – ohne dass sie sich verteidigen muss. Das entlastet. Und es zeigt, worum es eigentlich geht. Hinter „Der macht doch eh, was er will“ steckt oft etwas ganz anderes: gehört werden, mitentscheiden, Anerkennung bekommen.

Neue Lösungen entwickeln und verbindliche Vereinbarungen treffen

Wenn alles auf dem Tisch liegt, entstehen neue Ideen. Die Beteiligten überlegen gemeinsam, wie sie künftig zusammenarbeiten wollen: Wer übernimmt was? Wie stimmen wir uns ab? Was tun wir, wenn es wieder knirscht? Diese Vereinbarungen halten wir verbindlich fest.

Damit es hält: Vereinbarungen im Arbeitsalltag verankern

Eine Vereinbarung auf Papier ist schnell vergessen. Deshalb sichern wir gemeinsam ab, dass sie im Arbeitsalltag ankommt und trägt. So wird aus „Schwamm drüber“ ein echter Neuanfang.

Aus der Praxis: Zwei Top-Leute, die nicht mehr miteinander sprachen

Stefan Bodewein kennt das. Sein Team war am Ende: Zwei seiner besten Leute sprachen nicht mehr miteinander, beide standen kurz davor zu kündigen.

In der Konfliktmediation kam zum ersten Mal alles auf den Tisch – ohne dass sich jemand verteidigen musste. Heute ist das Team wieder stabil. „Wir lachen wieder miteinander“, sagt er. Und noch etwas hat sich verändert: Er führt heute anders – ruhiger, bewusster, menschlicher.

Häufige Fragen von Personalern zur Mediation

Was kostet eine Mediation im Unternehmen?

Weniger als der Konflikt. Eine Mediation ist immer wesentlich günstiger als ein Konflikt, der weiter schwelt. Denn jeder Tag mit dicker Luft kostet Leistung, Nerven und im schlimmsten Fall gute Mitarbeitende. Rechnen Sie es selbst nach – mit meinem Konfliktkostenrechner.

Bleibt alles vertraulich, auch gegenüber der Geschäftsführung?

Ja, ohne Ausnahme. Ich gebe die Inhalte der Gespräche an niemanden weiter – auch nicht an die Geschäftsführung, selbst wenn sie die Mediation beauftragt hat. Nur so trauen sich die Beteiligten, offen zu reden. Und nur so entstehen Lösungen, die wirklich tragen.

Was passiert, wenn ein Beteiligter nicht mitmachen will?

Das kommt extrem selten vor. Die meisten sind erleichtert, wenn endlich jemand hilft, den Knoten zu lösen – denn eine Mediation entlastet alle Beteiligten. Will jemand trotzdem nicht, akzeptieren wir das. Dann brechen wir die Mediation ab.

Sie möchten von Anfang an sicherstellen, dass alle teilnehmen? Dann gibt es eine Alternative: die Klärungshilfe nach Thomann.

Konfliktmediation in Frankfurt-Rhein-Main: Jetzt Klärung anstoßen

Ich begleite Unternehmen im Mittelstand, Konzerne und den öffentlichen Dienst in Frankfurt, Darmstadt, Mainz und Wiesbaden. Je früher Sie einen Konflikt angehen, desto leichter lässt er sich klären. Mehr zu meinem Angebot finden Sie auf der Seite Mediation. Oder buchen Sie direkt ein Gespräch: Gemeinsam klären, was jetzt hilft